„G’sunde Watschn & Barfuß Strafen: Jeder 5. Elternteil reglementiert

„G’sunde Watschn & Barfuß Strafen: Jeder 5. Elternteil reglementiert

Längst verboten, aber immer noch gängige Praxis, körperliche Züchtigung der Sprösslinge, und sei es nur mit einer „G’sunden“ Watschn, oder das Kind einmal barfuß im Pyjama im eiskalten Badewannenwasser stramm stehen. Gerade Alleinerziehende sind mit mehreren Kindern oft überfordert.

Nicht zuletzt Heimkinder kannten die brachialen Methoden ihrer Erzieher. Die verstorbene „Flüchtlingsikone“ Ute Bock prahlte in einem Interview, sie war früher Erzieherin in einem Kinderheim, mit der „Bluat-Watschn“.

Immerhin, wie eine aktuelle Umfrage zeigt, langt jeder 5. Elternteil gerne zu, wenn der Nachwuchs nicht pariert. Eine von der European Education Group erfasste Studie erfasste Mädchen und Buben zwischen 9 und 12. Dabei berichten vornehm Mädchen in Fremdunterbringung, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben, von nach wie vor praktizierenden Barfuß Strafen. Barfuß nur mit Pyjama bekleidet im Schnee stehen mussten mehrere Kinder in einer Pro Juventute Einrichtung. Als das Martyrium der Erzieher aufflog, schloss Pro Juventute das Heim. Es folgte eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft. Die Erzieher mussten sich vor Gericht verantworten und wurden zu unterschiedlichen Strafen verurteilt.

Eine 12-jährige aus Deutschland schildert in der Studie er European Education Group von regelmäßigen Represalien. Barfuß im Pyjama, ohne Unterwäsche, hätte sie und andere Mädchen in der Einrichtung im Winter wiederholt im Vorraum am eiskalten Fußboden stramm stehen müssen. Anschließend gab es 2 Wochen Dusch-Verbot und wurden, wenn die Kinder in der Einrichtung waren, Schuhe und Strümpfe abgenommen.

Die European Education Group hat schon mehrfach kritisiert es gebe keine passablen externen wie unabhängigen Kontrollen. Wie der Fall in jener Pro Juventute Einrichtung unterstreicht, schweigen die Kinder. Fehlverhalten kommt, wie im Fall von Pro Juventute, zumeist nur durch Zufall ans Tageslicht.

Das Reglementieren schließt aber Elternhäuser nicht aus. Im Gegenteil, sahen noch 2019 immerhin jeder 2. Elternteil in der „g’sundn Watschn“ ein adäquates Erziehungsmittel. Weitreichendere Strafen wie eiskalt abduschen, Essensentzug, Hausarrest, oder gar barfuß Strafen und handfeste Schläge, sind in nach wie vor in Familien fest verankert. Besonders anfällig laut der Studie Patchwork Familien und Alleinerziehende.

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