Facebook sei Dank: Sex-Täter gratuliert Opfer

Facebook sei Dank: Sex-Täter gratuliert Opfer

Die Vielfalt der Möglichkeiten sozialer Netzwerke ist schier unendlich. Nicht nur die Vorzüge des Datensammelns für die Betreiber trifft den Kern des Nutzens. Vielmehr gebrauchen Sexualstraftäter soziale Netzwerke wie für ganz persönliche perfide Zwecke, wenngleich in seinen Nutzungsbedingungen Sexualstraftäter ausschließt. Doch wer kontrolliert die unendlichen Weiten sozialer Netzwerke mit ihren teils perversen Usern?

Ein Fall aus der Steiermark illustriert eindrucksvoll das Versagten der Selbstkontrolle sozialer Netzwerke und nicht zuletzt jene der . Ein mehrfach vorbestrafter Konsument von Kinderpornografie sorgt weiterhin für Unmut. Auf freiem Fuß befriedigt Norbert S. seine Umtriebe auf Facebook. Die Eintragungen reichen bis ins Jahr 2014 zurück. Nicht einmal vor verwaisten Kindern aus Afrika schreckte er zurück.

Perfide Botschaft: Sex-Täter gratuliert seinem einstigen Opfer skrupellos via Facebook – Quelle: Facebook

Blitznews liegen Strafakten und Bildmaterial des Stiefvaters der heute 20-jährigen Verena S. vor, die nach jahrelangem Aufenthalt in einem Erziehungsheim vergangenes Jahr an der Handelsakademie G. in Niederösterreich erfolgreich maturierte. Für Norbert S. Anlass weiterhin sein einstiges Opfer unzähliger Fotomomente abermals zu belästigen.

Noch 2009 sah es das zuständige Pflegschaftsgericht als erwiesen an, dass Stiefvater S. mit hunderten Bildnissen seiner Stieftochter in einschlägigen Posen kein Unschuldslamm sein kann und ordnete die Heimunterbringung an. Spätere Verurteilungen nach Ermittlungen durch Interpol unterstrichen das gerichtliche Manifest.

Bedenklich in diesem Fall erscheint außerdem das Verhalten der Kindesmutter, die selbst nach dem ersten Urteil gemeinsam mit Täter Norbert S. ihre Tochter wiederholt im Erziehungsheim besuchte. Vor den Augen der Behörden konnte S. ungehindert mit der damals 8-jährigen sich auf Spielplätzen und anderen Örtlichkeiten vergnügen.

Mutter Daniela S. verschlug es nach zahlreichem Scheitern schließlich in die Provinz von Niederösterreich. Wie spitze Zungen aus dem Umfeld der selbst in Fremdpflege aufgewachsenen S. wissen wollen, habe sie zwischenzeitlich eine dreijährige Tochter und einen finanziell gut gepolsterten neuen Stiefvater für Verena S. in einer Singlebörse aufgelesen. Der AUA-Flugzeugtechniker dürfte schließlich über das nötige Kleingeld verfügt haben, um das Mädchen aus dem Heim zu holen. Tatsächlich gelang mit 14 die Rückführung von Klagenfurt-Wölfnitz in Kärnten ins beschauliche E.

Aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe (vormals Jugendwohlfahrt) habe die Kindesmutter nicht kooperiert und hätte mit ihrer Tochter bei Täter Norbert S. ausziehen und eine Mutter-Kind Betreuung beanspruchen sollen. Stattdessen ließ Daniela S. die Argumente ihres Gatten auf sich herab prasseln. Er träumte nämlich von einem Computervirus als Urheber all des Übels und konnte so wortgewandt seine damalige Gattin und Mutter gutgläubig umgarnen.

Pikantes Detail am Rande: Das Ehepaar beabsichtigte sogar als Pflegeeltern für die Jugendfürsorge tätig zu werden. Den erforderlichen Kurs absolvierten beide bravourös. Als schließlich das Landeskriminalamt spät abends klingelte, war dem Spuck von heute auf morgen zumindest teilweise ein Ende gesetzt. Eine Amtspsychologin sah nur noch einen Ausweg für das Mädchen: Einweisung ins Erziehungsheim.

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